Hoppe, hoppe Reiter und die Lagoa Paraiso

26. Januar – Jericoacoara
Als heutiges Alternativprogramm zum ewigen Warten auf den Wind steht Reiten (auf Pferden) auf dem Plan (Tobi –> Och nö). Bob Windschool geht uns wie immer bei der Organisation zur Hand und handelt einen fairen Preis aus: 1 Stunde à 2 Pferde + 1 Rantanplan (wir wissen bis heute nicht wofür der Hund war) gesamt 16 Euro. Vorab werden noch die Reitkenntnisse mit Händen und Füßen geklärt: Lani = volle 10 Punkte –> Störrisches Jungtier, Tobi = glatte 0 –>„chilliges“ Schaukelpferd.

Nach wirklich kurzer Einweisung (Zügel vor = los, Zügel zurück = stop, links <–> rechts) geht’s für Tobi gemütlich die Düne hoch, während bei Lani erst mal Machtkämpfe beginnen, wer hier mit wem reitet. Dabei zucken und treten abwechselnd Pferd- oder Reiterinnenbeine, bis ein vorübergehender Waffenstillstand über die Düne erreicht wird.

Am Fuß der Düne sind sich dann beide endlich einig und es wird sofort um zwei Gangarten nach oben geschalten. Ganz zum Übel des armen Tobi, dessen Zosse aus heiterem Himmel wie vom Affen gebissen mitgaloppiert und Tobi plötzlich aus seinen Cowboy-Tagträumen reißt!!!!!!! Am Ende des Weges staunen Lani und Tobi dann gleichermaßen, dass dieser sich direkt hinter ihr und sogar noch im Sattel befindet. Wenn auch mit leicht panischem Blick und kleinen Adrenalin-Sch(w)eiß-Perlen auf der Stirn. [8. Puh!]

Nachdem sich seine verkrampften Finger an den Zügeln wieder entspannen, wird es noch ein toller Ausritt durch die angrenzenden Steppen, Hügel und modrigen Mücken-Tümpel. Lani kommt auch noch voll auf Ihre Kosten, denn sie umrundet mit fettem Grinser im Gesicht galoppierend Tobi und sein Überraschungs-Ei(-Pferd), bis ihm schwindelig wird.

27.01. Ausflug in die Lagoa Paraiso
Nach ausführlichem Philosophieren über sämtliche Wetterdienste und Windprognosen mit den lokalen Hobby-Meterologen beschließen wir die Offroad-Piste in die Lagoa Paraiso zu holpern. Zusammen mit unserem italienischen Freund Davide, unserer noch schlampiger als sonst gepackten, gigantischen Trippleboardbag + Doubleboardbag geht es in dem schrottigsten 4×4 los.

Nach 40 langen Minuten in der vielseitig angepriesenen Lagoa angekommen schleppen wir die Boardbags im Platzregen gefühlte 2 km durch die touristisch angelegten Gärten und Bauten. Doch bald kommt die Sonne wieder raus und erstrahlt den postkartenreifen Strand.  Unsere Anreise wird belohnt mit traumhaften Freestyle-Bedingungen, wie man sie selten findet. Nachdem wir gute drei Stunden am Strand, auf und im Wasser unseren Spaß hatten, alles schnell wieder in die Mega-Boarbags gepfeffert und auf die Schrottkarre gehievt, die uns trotz erheblicher Sicherheits-Bedenken wieder heil zur Bob Windschool bringt.

28. – 30.01. Chillen und Surfen in Jericoacoara
Die nächsten Tage bieten teils nur gemütliche Abend-Freeride-Sessions außerhalb der Windabdeckung der Bucht. Aber auch hammer Wave-Sessions mit den 5er Segeln voll angepowert und guten Wellen bis 1,60m Höhe sind dabei. Auf den sauber laufenden Wellen sind teilweise sogar Ritte mit bis zu 7 Turns möglich. Zum ersten Mal seit Langem sind wir so richtig ausgesurft und natürlich überglücklich. Auch das Nachtleben, die überragenden Cocktails, das schöne Ambiente und das besondere Flair Jeris leisten ihren Beitrag dazu.

31.01. Jeri – Packen für die Reise nach Sao Miguel do Gostoso
Pünktlich zur Weiterreise ist natürlich monsunartiger Regen gemeldet, was uns vor das Surfer-typische Gewichtsproblem stellt; nicht von uns Hungerhaken, sondern von vollgesauten Boardbags, was beim Fliegen schnell einige hundert Euro Übergepäck kosten kann. Von unserem Kumpel Dominik bekommen wir den Tipp, die Bags mit Frischhaltefolien einzuwickeln. Gesagt, getan – nach einem halben Tag in der brasilianischen Sonne war das Equipment furztrocken und fein säuberlich mit der Folie eingewickelt – ganz nach deutschem „viel hilft viel“-Prinzip.

Die schönen Tage in Jeri schließen wir in der Bob Windschool mit dessen zuvorkommenden und allzeit hilfsbereiten Besitzern Moabio, Petra, Ben und einigen Freunden mit einem absolut hammermäßigen BBQ gebührend ab.

 

Coming up soon:
Bye-bye Jeri – unser Trip nach Sao Miguel do Gostoso
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Latos-Way-Statistik:

8. Puh!

5. Ach nö!

6. Merke

Freestyle-Session in der Lagoa Paraiso

 
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