Down Under entlang der Sunshine Coast – im Paradies der Surfer und anderer Beuteltiere

23. April, Sydney – Australien
Heute ist laut Vorhersage erst mal für längere Zeit der letzte Tag mit Wind. Nach einer äußert erholsamen und überraschend bequemen, ersten Nacht im Hippie Camper sowie einem saftigen, in der Camper-Küche gebrutzeltem Eier-Frühstück geht es erst mal nach Norden aus Sydney raus auf Spotsuche. Von der kleinen aber feinen Hippie-Camper-Küche sind wir schwer begeistert und nehmen uns gleich fest vor, zu Hause auch unseren Fiat Ducato ausbautechnisch nochmal in Angriff zu nehmen.

In Dee Why gibt es angeblich sogar einen Surfshop, also nichts wie los. Das Wetter spielt heute eh nicht mit und gibt uns das Gefühl, eher in Good Old England oder Irland gelandet zu sein, als in Australien. Aber bei 17 Grad und Dauerregen gibt es ja eh kaum was schöneres als Surfshops zu durchstöbern. Wir staunen sehr über die hohen Preise hier, entdecken aber gleich ein passendes Ersatz-5.0er. Seit Tobis kleinem Malheur in Oahu haben wir ja keines mehr: nach scheinbar nicht ganz zufriedenstellender Performance des Segels machte er dort nämlich noch einen kleinen Purzelbaum aufs Riff, bevor er geringfügig in Rage durch sein Segel hüpfte. Wir können mit dem Surfshop-Besitzer sogar einen genialen Deal ausmachen, bei dem er uns sogar noch das nicht mehr benötigte 4.5er für einen Hammerpreis im Gegenzug abkauft.

Nach genauester Informationen der im Shop versammelten Windsurfer über sämtliche Spots der Umgebung, ziehen wir in einer Regenpause hoch motiviert mit unserem neuen Segel los. Leider müssen wir feststellen, dass der einzig wirklich interessante Wave-Spot mit schönen Wellen am Kap des Long Reef bei der ungewöhnlichen SO-Windrichtung heute absolut in der Windabdeckung liegt. Zwei mutige Lokals wagen sich trotzdem hinaus, um nach einer halben Stunde Schwimmtraining ca. 500m weiter unten wieder an den Strand zu krabbeln. Nein, das brauchen wir eher nicht. Ums Eck rum am Long Reef sind zwar viele Kiter draußen, doch der auflandig verwirbelte, kleine Break und das Kappelwasser außen sehen hier noch viel weniger einladend aus. Also kapitulieren wir nach stundenlangen Überlegungen sowie stillschweigendem durch die verregnete Windschutzscheibe aufs Wasser Starren und heizen stattdessen lieber wieder die gute Camperküche an.

24. April, Sydney Sightseeing
Das Wetter fängt sich pünktlich zur geplanten Sydney-Erkundung glücklicherweise wieder ein und beschert uns zwei Top-Städtebummel-Tage in der Opernstadt, wo wir uns mit 100en Knips-Chinesen um die Motive schlagen. Für zwei leidenschaftliche Leute-Gucker wie uns ist die zentrale Promenade ein wahres Fest – und das noch mit Blick auf Oper und die Harbour Bridge. Nach saftigem 22 Kilometer-Marsch können wir wirklich behaupten wir hätten den Großteil von Sydneys Zentrum erforscht und nehmen uns für den nächsten Tag nur noch die Woolloomooloo Bay vor. Ja, der Name hat auch unsere Zungen eine Weile beschäftigt.

Abends folgt täglich die nicht allzu geliebte Suche nach einer – bei abendlicher Frische möglichst warmen – öffentlichen Dusche (die gibt es in Australien tatsächlich häufig kostenlos!) und einem Schlafplatz. Letzteres gestaltet sich in der Stadt trotz höchst empfehlenswerter WikiCamps-App immer wieder spannend: wo ist man findigen Anwohnern ein Dorn im Auge, wo patrouillieren früh morgens um 5 Uhr Ranger, wo kann man des nächstens ohne ewige Wanderung mal austreten… Kurzum: die Schlafplatz-Suche wird in den 3-Wochen Roadtrip sicher nicht unsere Lieblingsbeschäftigung. Campingplätze gäbe es natürlich alle drei Nasen lang, kommen jedoch wegen horrenden Preisen von ca. 50 AUD aufwärts pro Nacht für uns nicht allzu oft in Frage. Schließlich kostet uns der Camper mit Vollversicherung ja schon einen ordentlichen Batzen pro Tag (für 3 Wochen ist er allerdings mit 1800 AUD ein absolutes Schnäppchen in Australien).

26. April, auf nach Norden!
Den Sydney-Aufenthalt für ein Wiedersehen mit Tobis alten Freunden noch um ein paar Tage verlängert, geht es endlich auf Richtung Norden an der Gold Coast entlang. Nach kleiner Zwischen-Nächtigung im malerischen Küstenstädtchen Terrigal reißen wir dann erst mal ein paar Kilometer runter und erreichen nach ca. 6 Stunden Fahrt endlich Byron Bay.
Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass wir auf dem Weg nur knapp dem 40 Tonnen schweren Tod von der Stoßstange gesprungen sind. Beim Ausfahren aus der Tankstelle auf die Schnellstraße wanderten unsere Blicke im Weiterrollen zuerst in gewohnter Manier nach links, bevor uns der von rechts mit 110 km/h anrauschende Roadtrain mit lautem Hupen in die Linksverkehr-Realität zurückriss und die kurze Mitsubishi-Nase nur um eine halbe Haaresbreite verfehlte [13. Puh!]. Dieses Erlebnis hat nicht nur auf dem Teer (15 Meter lange Brems-) Spuren hinterlassen. Da wird einem wieder bewusst, wie sehr man jede Sekunde dieses schönen Lebens genießen und schätzen sollte!

Kurze Zeit später also doch noch heil in Byron angekommen lassen wir erst mal die Surfbretter zu Wasser, an einem der idyllischsten Strände, die man sich erträumen kann: eine geschützte Bucht an der Marine Parade, eingesäumt von Palmen und kleinen Felsvorsprüngen vor der Anhöhe, die vom Leuchtturm gekrönt wird am östlichsten Punkt Australiens. Früh morgens kann wir hier den Sonnenaufgang über Byron Bay genießen, bevor man zur Sunrise-Surfsession – nicht selten gemeinsam mit euphorisch surfenden Delfinen! Hurraaa! Was für ein atemberaubender und einzigartiger Moment! – wieder in die Bucht hinabsteigt. Abends sorgen die zahlreichen public BBQs für uriges Zusammensein mit Blick auf die im Mondlicht brechenden Wellen. Die bezaubernde Anziehungskraft der Bucht wird noch durch ihre angenehmen Surf-Bedingungen gesteigert: teils sehr clean laufende, nicht allzu große und steile Wellen, die sich ums Kap drehen und dann die ganze Bucht entlang laufen. Das Beste daran: man muss so gut wie nicht paddeln, da in der Bucht eine starke Strömung nach links herrscht. So schnappt man sich oben am rechten Ende der Bay nach etwa 20 Meter paddeln eine Welle, reitet sie dann entlang der Sandbank ab und kommt unten in der Bucht wieder an Land, um dann gemütlich wieder hoch zu spazieren, juhuuuu. Eine Wohltat für noch nicht so gut trainierte Wellenreit-Anfänger-Schultern.

Gleich am ersten Abend treffen wir einen früheren Kunden von Tobi in seinem Auswandererparadies direkt in Byron. Wir bestaunen sein Haus und werden nach einem lustigen Abend auf seine mysteriöse „Superfruit-Farm“ ins Hinterland eingeladen. Doch in den folgenden Tagen genießen wir erst mal täglich den tiefenentspannten Surfer-Lifestyle von Byron Bay und lassen uns vom gemütlichen Treiben und besonderen Flair des Hippie-Städtchens mitnehmen.

1. Mai, Besuch auf der „Upper Creek Farm“
Aufgeregt treffen wir uns mit Wolfgang und seiner Frau Tanja an ihrem Haus in Byron Bay, da der Weg zur „Farm“ – Tanjas Lebensaufgabe und Generationen-Projekt – mehr als schwer, wenn nicht unmöglich alleine zu finden ist. Tanja rast mit ihrem 4×4 voraus und hat uns mit unserem überladenen, aus dem letzten Loch pfeifenden Hippie-Drift auf ihrer Hausstrecke bereits an der ersten Kurve abgehängt. Unzählige Kreuzungen auf engen Pfaden später, an denen sie immer brav auf uns wartete, wird die Gegend immer urwaldiger und die Straße immer sanierungsbedürftiger, sodass wir mit unserem Gefährt bald an die Grenzen stoßen. Glücklich angekommen erschlagen uns schon auf den ersten Metern der Farm die bombastischen Eindrücke. Allen voran der Rießenbambus mit seinen ca. 20 cm Durchmesser und guten 25 m Höhe. Und so staunen wir die nächsten 2 Stunden Bauklötze über die „Farm“ mit ihrer exotischsten Pflanzenpracht, nie gesehenen bunten Blüten und Früchten neben den kleinen Anbaugärtchen.

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung die aus dem knappen Satz „Watch your step.“ Besteht, machen wir uns gespannt auf Erkundungstour. Das „Haus“ besteht aus mehreren Massiv-Holz-Tempelchen, die einzeln stehend fast mit dem Urwald verwachsen zu scheinen und über gewundene Holzplanken-Pfade miteinander verbunden sind. Eines davon ist das Freiluft-Bad, eines das zweistöckige sowie zwei-räumige Kinder- und eines das Wohn- und Gästezimmer. Jedes der Häuschen mit traumhaft großen, teil überdachten Holzterrassen, die den Blick auf den Dschungel rundherum freigeben. Tanja hat diesen unfassbar schönen Dschungel-Traumresort seit 20 Jahren in tagtäglicher, liebevoller Kleinstarbeit und mit so viel Liebe fürs Detail selbst erbaut, aufgezogen und bepflanzt, dass man sich vorkommt wie im paradiesischen Garten Eden.

Das Anwesen ist gesäumt von unzähligen verschiedenen Skulpturen. Darunter auch eine täuschend echte Python-Statue, die Tobi auf einer der Terrassen in der Sonne entdeckt. Einen jähen Aufschrei und einen riesen Satz rückwärts später sind wir wieder etwas schlauer, als wir entdecken, dass die Statue atmet. Tanja erklärt uns kurze Zeit später, dass „Peter“ die Hauspython des Kinderzimmer-Daches ist und jedes der Dächer von einen dieser „Cuties“ alias Würgeschlangen-Untermieter bewohnt wird, die sich um die nervigen Nagetiere kümmern. Manchmal müsse man wohl auch beim Benutzen der Außendusche etwas Acht geben, nicht statt des Shampoos plötzlich eine Python in der Hand zu haben, aber das sei halb so wild.

Etwas eingeschüchtert und noch vorsichtiger setzten wir die Erkundungstour durch den Urwald fort. Wir sind vollkommen begeistert. So ein Domizil könnte sogar Tobi sich als seine eigenen „4 Wände“ vorstellen. Vorbei an Kolibris und anderem bunten Getier durch die feuchte Wiese stapfend bemerkt Lani plötzlich eine kleine „Nacktschnecke“ an ihrem Fuß. Als sich die Schnecke allerdings nicht ums Verrecken abstreifen lassen will und sich als hartnäckig festgebissener Blutegel entpuppt, ist der leicht panische Anflug in ihrem Gesicht kaum mehr zu übersehen. Die ekelige Erfahrung wird nach energischem, erfolgreichen Abreißen des Egels mit erleichtertem, doch überaus angewidertem Gesichtsausdruck von Lani mit der Erkenntnis zusammengefasst: Vielleicht ist Dschungel doch nichts für uns. Schließlich besichtigen wir noch Wolfgangs exklusives verglastes Urwald-Büro mit Werkstatt und dem ultimativen Blick ins exotische Grün. Wir bedanken uns herzlich für diese atemberaubenden Einblicke und machen uns geplättet von den Eindrücken der Yoga-Resort-Farm auf Richtung Surfers Paradise.

2. Mai, Surfers Paradise
Nach einer morgendlichen Surfsession am Kirra Beach etwas südlich von Surfers Paradise machen wir uns am Nachmittag auf in die Kommerz-Surfmetropole. Von Surfflair und chilligen Leuten fehlt jede Spur, stattdessen sehen wir nur Möchtegern-Surfer sowie gescheiterte Karriere-Persönlichkeiten am Strand und in der Stadt. Ein sehr seltsamer Ort, wo es am Strand nicht mal Sonne hat, da die Hochhäuser in erster Beachfront riesige Schatten auf den Sand werfen. Die Wellen bauen sind absolut chaotisch auf und laufen nicht mal einen Meter lang, weit entfernt von Surfspaß, worauf wir uns immer mehr die Frage stellen, wie ein solcher Ort zu diesem irreführenden Namen kommen kann. Lediglich das Nachtleben kann sich sehen lassen, sodass wir hier unsere Surfbretter lieber durch das Tanzparkett ersetzen. Doch spätestens beim Zahlen wird man sich wieder bewusst in welch Wucher-Fake-Paradies-Stadt man sich befindet: 15 AUD für ein Bier, sowie selbiges für Shots trotz „Half-Price-Coupons“! sind eine stattliche Summe finden wir und sind froh, die Stadt gleich am nächsten Tag wieder hinter uns zu lassen – leider mit einer Schramme mehr im eh schon ramponierten Hippie-Drift, da uns ein über 80-Jähriger beim Einparken übersehen hat [14. Ach nö!]. Tja hilft nix, auf nach Brisbane mit einem kleinen Meerblick-Streetsurf-Stop.

3. Mai, Brisbane
In Brisbane treffen wir einen alten Freund von Tobi, der uns anbietet ein paar Tage in seinem Hotelzimmer zu bleiben. Dieses Angebot nehmen wir überaus dankbar an und freuen uns nach einigen Tagen Roadtrip unbeschreiblich über eine warme Dusche im Raum nebenan sowie ein vernünftiges Bettchen ohne Sorge um nächtliche Polizei-Besuche. Am Abend gehen wir zusammen ins Bavarian Biercafé, wo wir sehnsüchtig unseren Bayerische-Küche-Entzug etwas mildern können. Wir bestellen die Bavarian Plate, die eine recht ansehnliche Auswahl an Köstlichkeiten der bayerischen Küche beinhaltet und sind größtenteils positiv überrascht von der australischen Fake-bayerischen Kochkunst, wenn auch zu saftigen Preisen. Vollgefressen und glücklich geht es noch auf nächtliche Brisbane-Sightseeing-Tour mit unserem Freund Michael, bevor es für stattliche 12 Stündchen Erholungsschlaf zurück ins Hotelzimmer geht.

Nach tiefenentspanntem Frühstück in vier Wänden machen wir am nächsten Tag erst mal Brisbane unsicher, wobei Tobi über ein ominöses „Wet-T-Shirt-Kontest-Plakat“ des berühmt berüchtigten X-Base-Backpackers heute stolpert. Nach erneuter Testung von Brisbanes kulinarischen Köstlichkeiten haben wir dann mit Michaels spontaner telefonischer Beförderung endlich den gesuchten Grund gefunden, um das Vorglühen etwas auszuweiten, sodass wir die freudige Botschaft selbstverständlich noch gebühren und bis früh morgens feuchtfröhlich begießen.

5. Mai, Australia Zoo-Besuch
Mit leichtem Hangover machen wir uns nach deftigem Frühstück und herzlicher Verabschiedung von Michael auf zum Australia Zoo und hoffen, dass sie uns nicht für eine ihrer Schnapsdrosseln halten und gleich dort behalten. Schon auf den ersten Metern darf man hier Schlangen, Papageien, Koalas und Echsen streicheln und uns wird klar, dass dieser Zoo seine hohen Eintrittspreise wert ist. Begeistert machen wir Bilder mit den netten Zoowärtern und deren Schützlinge, an die man überraschend nahe heran darf. Auch sonst staunen wir etwas über die australischen Sicherheitsbestimmungen im Zoo, die dem Europäer ungekannt nahe Tier-Erfahrungen ermöglichen. So ist der dünne Maschendrahtzaun bei dem Vogelstrauß-ähnlichen, offiziell angriffslustigen Cassowary auch noch unten offen, so dass dieser je nach Lust und Laune unachtsamen, vorbeilaufenden Touries in die Zehen zwicken kann. Auch der 1,5 m hohe Zaun des Dingo-Geheges erscheint uns deutlich unterdimensioniert und lässt uns etwas staunen, genau wie die bis zu 1 m langen Echsen, die als Statuen getarnt frei herumlaufen und gerne Leute erschrecken. Lediglich bei den Koala Bären erscheinen uns die nicht vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen richtig gewählt, da sich die flauschigen Tiere nur sehr wenig bewegen bzw. mit Vorliebe Essen oder Schlafen.

Die aufwändig organisierte und einstudierte Live-Krokodilshow zeigt uns eindrucksvoll, warum Menschen nicht einmal in die Nähe von Gewässern gehören, in denen es Krokodile gibt. Anschließend hochmotiviert etwas Känguru-Futter besorgt und ab in den Streichelzoo, wo Lani nur mit Müh und Not wieder herauszubekommen ist und Tobi tatsächlich die Ehre zu Teil wird, mit einer Herde Kängurus mithüpfen zu können. An Zoowärter angreifenden Babytigern vorbei kommen wir erschöpft auf die Lemuren-Insel, mit denen wir kurz in der Sonne meditieren können. Danach sagen wir noch Tobis speziellen Freunden den Schildkröten hallo und beenden unseren erfolgreichen Zoo-Tag in Afrika bei den Nashörnern, die uns noch ein paar eindrucksvolle Hierarchiekämpfe vorführen. Müde und happy finden wir überglücklich nur 5 Minuten Autofahrt entfernt in warme Duschen sowie eine Pizzeria, bevor wir in den Camper fallen und vom gemeinsamen Hüpfen mit den „Roos“ träumen.

6. Mai, Sunshine Coast, ab nach Noosa Heads
Einen geselligen Salsa-Abend mit Tobis alten „Mates“ sowie einen Besuch im Maleny Naturreservat – mit gigantischen Bäumen und noch größerer Horde an überraschend aktiven und laut kreischenden Flughunden in deren Wipfeln – später machen wir uns auf Richtung Noosa. Das malerische Städtchen bietet einige der traumhaftesten Surfspots der Ostküste. Der Swell kommt hier so schräg von rechts an die Küste, dass sich die Wellen um die vorgelagerten Felsnasen herumdrehen und an mehreren Stellen des Noosa Heads Nationalparks unglaublich clean, sehr nahe am Strand entlanglaufen. So staunen wir hier über einen der schönsten Pointbreaks der Küste, genießen die traumhaften Bedingungen in der malerischen Tea Tree Bay einige Tage lang und lassen es uns so richtig gut gehen. Hier ist es glücklicherweise meist nur am Wochenende gnadenlos überfüllt und voll mit teils biestigen Locals, sodass man sich unter der Woche oftmals eine Welle nach der anderen schnappen kann, ohne auch nur einmal warten zu müssen, wenn man es konditionstechnisch durchhält. Am dritten Tag hier beschert uns der Noosa River sogar endlich einmal wieder eine kleine Windsurfsession, da er bei outgoeing Tide (einsetzender Ebbe) eine so starke Strömung entgegen dem leichten, thermisch verstärkten Wind entwickelt, dass es an der engsten Stelle des Flusses sogar für Gleiten und ein paar Freestyle-Manöver reicht. Wir sind begeistert von der Location, auch wenn es irgendwie ein seltsames Gefühl ist, ohne jeglichen Druck im Segel plötzlich ins Gleiten zu kommen.

13. Mai, zurück in Brisbane
Nach tagelanger Paddelei, Ausschau-Halten nach der nächsten Welle und vielen Salzwasser-Verkostungen haben wir den Dreh beim Wellenreiten langsam heraus und genießen zahlreiche traumhafte Surfsessions in Noosa und einigen anderen Traum-Spots – wie etwa Mooloolaba – auf dem Weg zurück nach Brisbane. Routiniert und doch chaotisch wie immer verläuft das Gepäck-Gerattel nach Ankunft am Flughafen. Tobi findet sogar nach eineinhalb Stunden Odysee für die Rückgabe des Hippie-Campers via Uber-Taxi erfolgreich wieder zurück zum Flughafen, sodass wir wieder einmal die unbezahlbare elektrische LuMa auspacken und uns im Brisbaner Flughafen ein gemütliches Videostudio und Schlafplätzchen errichten. Unser Flug geht nämlich am nächsten morgen um 4.55 Uhr – welcher Vollchecker hat das wieder so genial gebucht?! Doch nach kurzen 3 Stunden Schlaf können wir um 3 Uhr früh unsere diesmal vorab angemeldeten und bezahlten Boardbags erfolgreich einchecken und uns erleichtert zum Virgin Australia Terminal begeben. Bali wir kommen!

Coming up soon:
Bali –
Insel der Götter und Motorroller

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Latos-Way-Statistik:

13. Puh!

14. Ach nö!

8. Merke

Unser Australien-Roadtrip in 2 Videos gefasst:

 
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